Sie sind zu viert in diesem Buch: die Psychologin Alaine Polcz, ihr Mann Miklós Mészöly, Vaterfigur der modernen ungarischen Literatur, der weltbekannte Autor Péter Esterházy – und derjenige, der hier voller Aufrichtigkeit, Respekt und Liebe von seinen Freunden erzählt. Péter Nádas geht mit einem Erinnerungsbuch, das sich allen Einordnungen widersetzt, dem dichten Gewebe dieser vier Leben nach, die schon vor ihrer Geburt verbunden waren und auch durch den Tod nicht zu trennen sind.

Über ein halbes Jahrhundert ungarischer und europäischer Geschichte hinweg, die Grenzen zwischen Orten, Klassen, Ländern, politischen Systemen überschreitend, führt uns der «Erinnerungssturm» dieses Werks. Und so wird das Porträt einer intellektuellen Schicksalsgemeinschaft Abbild einer Epoche.