Dieses Buch erkundet die oft unsichtbaren Kosten schneller Entscheidungen in beschleunigten Arbeitsumgebungen – und warum ständiger Entscheidungsdruck nicht nur Effizienz, sondern auch innere Klarheit, emotionale Regulation und Vertrauen in die eigene Urteilskraft untergräbt. Es untersucht, wie das Nervensystem unter permanenter Alarmbereitschaft in reaktive Modi verfällt und warum sich nach Jahren in solchen Strukturen selbst private Entscheidungen überwältigend anfühlen können.

Das Buch beleuchtet, wie die Illusion von Kontrolle durch schnelles Handeln mit tiefer liegender Angst vor Kontrollverlust, Bewertung oder Irrelevanz zusammenhängt. Dabei wird sichtbar gemacht, wie Entscheidungsmüdigkeit, kognitives Rauschen und die Unfähigkeit zu Pausen nicht persönliches Versagen bedeuten, sondern systemische Überlastung. Es geht um die Unterscheidung zwischen notwendiger Reaktionsgeschwindigkeit und internalisiertem Druck, der auch dann bleibt, wenn niemand mehr wartet.

Mit psychologisch fundiertem Wissen über Entscheidungsforschung, kognitive Belastung und Nervensystemregulation bietet das Buch einen mitfühlenden Blick auf die Erschöpfung moderner Arbeitswelten. Es lädt dazu ein, Entscheidungsgeschwindigkeit nicht als Kompetenz zu glorifizieren, sondern ihre versteckten Kosten zu erkennen – ohne Versprechen einfacher Auswege, dafür mit Anerkennung für die Last, die viele Menschen stillschweigend tragen.