Tenor des Buches »FIGURATIV«: Darstellungen (sogenannte Bilder) von Menschen und Tieren. Von Menschen und für Menschen Erzeugtes. Viel Festliches.
[…] Das Bedürfnis nach Mitteilung und Dokumentation mithilfe bildnerischer und literarischer Mittel kennt noch eine weitere Facette, welche Hilda Uccusic seit ihren Anfängen als Künstlerin begleitet. Es ist die Portraitdarstellung. Seit ihrer Studienzeit hat die Künstlerin Personen, die ihr aus verschiedensten Gründen bedeutsam erschienen, festgehalten. Darunter fallen Mitglieder der Familie, entfernte Verwandte, Kollegen aus der Mittelschule und der Akademie, später KollegInnen aus dem beruflichen Bereich. Dem Leser begegnen Personen aus der Welt der Kunst, der Literatur, der Museen, des Theaters, mit denen die Künstlerin im Laufe der Zeit in der einen oder anderen Form Kontakt hatte. Auch viele Nachbarn und Freunde kommen hier vor. Es finden sich aber auch Personen, die üblicherweise kaum Erwähnung finden, aber für das Leben im Alltag oft unentbehrlich sind, wie etwa der langjährige Tischler, der unersetzbare Zahnarzt oder die verdiente Perle der eigenen Mutter, die sich bei Abwesenheit stets verlässlich um das Haus kümmerte. All diese Personen im Laufe der Jahrzehnte zumindest einmal, oft auch mehrmals zu portraitieren, war und ist der Künstlerin bis heute ein wichtiges Anliegen. […]
(Franz Smola, Auszug aus dem Katalog und dem Portrait-Buch zur Uccusic-Ausstellung im Leopold Museum, 2008)