Der Güstrower Dom ist weit mehr als ein bedeutendes Bauwerk norddeutscher Backsteingotik. Seit seiner Stiftung am 3. Juni 1226 ist er geistliches Zentrum, Ort des Glaubens, der Geschichte, der Kunst und der lebendigen Gemeinde. Diese Festschrift erzählt von 800 Jahren Vertrauen auf Gott – und davon, wie christliches Leben in wechselvollen Zeiten Gestalt gewonnen hat.
Ausgehend von der Gründungsurkunde des Kollegiatstifts wird sichtbar, wie eng der Dom mit der Entwicklung Güstrows und Mecklenburgs verbunden ist.
Besondere Aufmerksamkeit gilt den Kunstwerken des Doms, insbesondere den Apostelfiguren und der einzigartigen Renaissance-Ausstattung. Sie machen den Dom zu einem Ort von überregionaler kunst- und kulturgeschichtlicher Bedeutung. Darüber hinaus wird er als Raum theologischer Auseinandersetzung, geistlicher Bewährung und gesellschaftlicher Verantwortung sichtbar.
Die Festschrift ist dabei bewusst mehr als ein historischer Rückblick. Sie richtet den Blick auch auf das Leben der Domgemeinde heute. Die Beiträge verbinden Geschichte, Forschung, Restaurierung und Gemeindeleben. Sie machen deutlich, was den Güstrower Dom seit acht Jahrhunderten trägt: das Vertrauen auf Gott und die Bereitschaft, das 1226 »angefangene Werck treulig« weiterzuführen.