„wenn jemand fragt, sage ich: alles ist ruhig“ versammelt Gedichte über eine anhaltende Trauer, einen sich erinnernden Körper und über sich wandelnde Nähe.
In diesen Texten wird der Körper zur Landschaft, zur Karte, zum Archiv. Er trägt, was war. Er reagiert, noch bevor ein Wort fällt. Trauer ist hier kein kurzer Zustand, sondern ein Raum, in dem man sich bewegt. Sie sinkt, sie verschiebt, sie baut um.
Neben ihr stehen Gedichte über Berührung, über das Warten, über das Begehren und über das, was zwischen zwei Menschen entsteht und was nicht gehalten werden kann. Wärme und Auskühlung, Annäherung und Abstand liegen dicht beieinander.
Sünje Lewejohann schreibt über das, was unter der Oberfläche pulsiert. Über das Zittern, das bleibt. Und über den Versuch, eine Form zu finden für das, was sich nicht einfach beruhigt, auch dann, wenn nach außen alles still scheint.