Was könnte es bedeuten, die Welt zu verändern? Gedankenloser Gebrauch hat die Wendung gegenwärtig nahezu jedes spezifischen Sinnes entleert. Ein solcher konnte und kann ihr zukommen, sofern sie mit grundlegenden gesellschaftlichen Konflikten in Verbindung gebracht wurde und wird. Zu denken ist mit Blick auf die Moderne an den Kampf der Arbeiterschaft gegen ihre Ausbeutung, den Kampf kolonialer Untertanen gegen ihre Herren, den Kampf von Frauen gegen männliche Unterdrückung, sowie den Kampf eines schwerer zu fassenden Subjekts gegen die Verwüstung der Erde. Dass es in diesen Auseinandersetzungen darum gehen sollte, die Welt zu verändern, verlieh und verleiht ihnen eine Bedeutung, die scheinbar durch nichts zu überbieten ist. In dieser Weise aufs Ganze zu gehen hat allerdings seinen Preis. In Manifesten, die jenen Konflikten Weg und Ziel weisen sollten, zeitigt es Aporien, die sich im Verhältnis solcher Texte zu ihren jeweiligen Adressaten niederschlagen. Deren möglicher Unfolgsamkeit antwortet im Manifest die apokalyptische Warnung: Weltveränderung oder Untergang.