Die Bibel auf Pfälzisch schätzt man schon lange. Mit dem „Fauscht uff Pälzisch“ will der Autor Klaus Gröschel nun auch den bedeutendsten Klassiker der deutschen Literatur den Lesern näherbringen. Denen, die „ihren Goethe“ kennen und neu erleben wollen, aber auch anderen, die den „abgehobenen Stil“ der Klassik nicht mögen. Echten Pfälzern, aber auch sprachlich ambitionierten Touristen. Schon ab der ersten Szene, in der Faust einen Geist beschwört, zeigt sich die emotionale Kraft bodenständig- unverblümter Sprache und Redensarten wie die bekannte Offenheit der Pfälzer Art. Die Handlung entspricht präzise dem Klassiker, erlaubt sich aber gewisse Verfremdungseffekte. So lässt der Autor immer wieder aktuelle Anspielungen einfließen, humorvoll-ironische Verweise auf die Gegenwart, witzige Impulse zum Nachdenken. Durchgehend bunte Illustrationen beleben diese bibliophile Edition und schaffen kontrastreich Bezug zur Lebenswelt der Renaissance, in der das Drama spielt.
Der bekannte österreichische Autor und Germanistikprofessor Alois Brandstetter spricht denn auch von einem grandiosen und geistreichen Faust auf Pfälzisch.