Evangelikale Hochschulen sind fester Bestandteil der US-amerikanischen Bildungslandschaft. Ihre Untersuchung ermöglicht es, den erstaunlichen Aufstieg und Bedeutungszuwachs christlich-konservativer Kreise in den USA besser zu verstehen. Das Bemühen protestantisch-konservativer Hochschulen zum Beispiel um offizielle wissenschaftliche Anerkennung lässt vermuten, dass das Verhältnis zwischen konservativer Religion, Wissenschaft und Fragen der Lebensführung deutlich komplexer war als bisher angenommen. Die Geschichte evangelikaler Psychologieprogramme in den USA von 1945 bis 1998 zu untersuchen, liegt an der Schnittstelle dreier Forschungsfelder: der Religionsgeschichte, der Geschichte des Selbst und der Wissenschaftsgeschichte (inklusive Psychologiegeschichte und Geschichte der „American Higher Education“).