Beginnend als junge tschechische Publizistin „auf dem Weg zum Prager Frühling“, später dann, von Deutschland aus eine neue Perspektive einnehmend, widmete sich Alena Wagnerová über fünfzig Jahre lang dem Genre der literarischen Reportage.
Im Stil ist sie sich immer treu geblieben: Ihr Interesse gilt vornehmlich dem Schicksal des einzelnen Menschen innerhalb
der „großen“ Geschichte. Denen, die vergessen wurden oder verstummten oder auch heute ausgegrenzt werden. Sie bewegt sich kenntnisreich durch die Historie beider Länder, lotet die vergessenen Ränder aus und fördert Erstaunliches zutage. West und Ost verbindet mehr, als viele vermuten. Liest man ihre Texte, dann bekommt man wieder eine Ahnung, was das bedeuten könnte:
„Zuhause in Mitteleuropa“