Georg Felsberg, über dreißig Jahre Fernsehredakteur und Reporter
in der ARD, ist von seiner siebten längeren Reise nach Asien
mit vielen neuen Alltagsgeschichten zurückgekommen. Er erzählt
von der gefährlichen Fahrt auf dem Dach eines Busses, als zu viele
Menschen vor einem Pogrom fliehen mussten, von der Meditationshöhle
in Myanmar, als tief im Inneren des Berges die Taschenlampe
versagte, vom Stolz des Schlagzeugspielers auf Koffern und
Schüsseln in Bangkok, vom alten Handleser in Nepal und fragt
sich, was eigentlich „sehenswürdig“ ist, die Vorschläge im Reiseführer
oder vielleicht das, was ihm Rikschafahrer, Tempeldiener
oder Schuhputzer empfehlen. So entsteht ein bunter Bilderbogen,
der versucht, „von unten“, wie ein Freund aus Indien das genannt
hat, die Menschen kennen zu lernen.
Georg Felsberg reist allein mit seinem blauen Reisesack – nur neun
Kilo sollte er wiegen, sonst kann er ihn über längere Strecken
nicht schleppen – mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Überlandbussen
und Bahnen, oft aber zu Fuß dahin, wohin ihn die Neugier treibt.
„Wenn es mir irgendwo gefällt, bleibe ich länger, wenn nicht, reise
ich mit dem nächsten Bus weiter.“ Er plant nicht voraus, er lässt
sich einfangen von der faszinierenden, oft sehr fremden Welt in den
Großstädten, von der Gastfreundschaft der Menschen in den
großen Flusslandschaften, von Ritualen und den Gesprächen mit
Händen und Füßen mit den neuen Freunden in Asien.