Als "Mann, der Pferde trägt" wurde Milo Barus auf dem Zenit seiner artistischen Laufbahn vergöttert. Mit dieser seltenen Glanznummer punktete er für seinen ersten Weltmeistergürtel der Berufsathleten im Lastentragen. Milo drückte aber ebenso eine mit fünfzehn Personen beschwerte Planke mit den Füßen nach oben. Er stemmte mit den Beinen Autos. Mit seinen Händen soll er Straßenbahnen aus den Gleisen gehoben haben. Auf seinem Nacken ließ er sich Felsbrocken zertrümmern und verdrehte eiserne Hufeisen, wie einstmals "August der Starke". Als Emil Bahr wurde er 1906 im Sudetenland geboren. Als Milo Barus starb er 1977 in Bayern. Fünfundzwanzig Jahre seiner Lebenszeit verbrachte er in Thüringen. Emil begann seine Laufbahn als Catcher. Bald war er als Milo die artistische Attraktion in den Varietes der Welt. Er hob und bog, was ihm in die bratpfannengroßen Hände fiel.