Clarence Thomas, Verfassungsrichter am Supreme Court, ist als schwarzer Nationalist auch Trumpist: Wie das zusammengeht, erklärt der Rechtswissenschaftler Amadou Korbinian Sow. In seiner Reihe zur „sozialen Farbe“ beschäftigt sich Timon Beyes diesmal mit den Farben der Haut. Der Jurist Oliver Lepsius plädiert für die urdemokratische „Kultur des Kompromisses“ als Verfahren, das Dissens in der Politik lebbar macht. Und Moritz Rudolph entwirft mal eben ein „Leibniz-Europa als Modell für die Welt“: ein Reich, das aus Splittern besteht.
In seiner Musikkolumne begibt sich Tobias Janz auf die Spur der „Stimme“ und ihrer Rolle in der Musiktheorie (bei Rousseau, Hegel, Derrida) und der Musik. Suzanne Schneider unternimmt einen Tauchgang in die „Jauchegruben“ der Ideengeschichte von Eugenik bis zu rechtsradikalem Libertarismus. Was es mit dem Hype um den Vibe auf sich hat, versucht Elias Kreuzmair zu erhellen.
Aus phänomenologischer Perspektive stellt Michel Steinfeld die Frage, was Menschen eigentlich tun, wenn sie mit Tieren sprechen. Hans Peter Bull hat so seine Zweifel, was die Staatsmodernisierung durch Digitalisierung angeht. Eine Reise ins Vordigitale unternimmt wiederum die Ich-Erzählerin von Susanne Neuffers „Menschen an Endgeräten“. Und zu guter Letzt ist mit Anke Stellings Schlusskolumne nach der letzten Folge jetzt Schluss.