Die Vögel von Isfahan: Ein Roman über Liebe, Schweigen und Freiheit Teheran, 1975. Shirin Mohammadi ist siebzehn, ihr Haar weht offen im Wind. Alejandro Herrera García ist siebenundzwanzig, mit einer staubbedeckten Gitarre und einem Geheimnis, das in ihm brennt. Was zwischen ihnen in den Cafés von Teheran entsteht, hat in keiner Sprache einen Namen. Aber es schlägt. Als die Islamische Revolution von 1979 alles verändert, evakuiert Alejandros Firma ihn. Er fleht sie an mitzukommen. Sie kann ihre Familie nicht im Stich lassen. Sie trennen sich mit einem Versprechen, von dem keiner weiß, ob er es halten kann: »Ich komme zurück.« Was folgt, sind siebenundvierzig Jahre des Schweigens. Shirin überlebt acht Jahre Krieg mit dem Irak, heiratet einen guten Mann, den sie nie lieben wird, und bewahrt ein blau-goldenes Seidentuch auf — sechs gestickte Vögel mit ausgebreiteten Flügeln, die nie fliegen werden —, versteckt in ihrer Nachttischschublade. Alejandro kehrt nach Carmona zurück. Jede Nacht um drei Uhr morgens sitzt er mit einem Buch persischer Gedichte, das er nicht lesen kann, und fährt mit den Fingern über die Worte. 2022 zerschlägt der Name Mahsa Amini das Schweigen der iranischen Frauen. 2026, während eines Internet-Blackouts, durchquert ein Brief die halbe Welt, um zu sagen, was vor einem halben Jahrhundert hätte gesagt werden sollen. Sie sehen sich wieder. Sieben Sekunden Stille. Dieselben grünen Augen. Doch Freiheit hat immer einen Preis. Für Leser, die Der englische Patient, Tausend strahlende Sonnen und Das Geisterhaus geliebt haben. Dieser Roman ist allen iranischen Frauen gewidmet, die vom Wind in ihrem Haar träumten, und jenen, die mit ihrem Leben den Preis der Freiheit bezahlten. Zan, Zendegi, Azadi. Frau, Leben, Freiheit. Pablo Kian, März 2026