Zu Beginn des 19. Jahrhunderts sah sich das neu geschaffene Königreich Bayern tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen gegenüber. Kurfürst und später König Maximilian IV./I. Joseph reagierte darauf mit einer Neuordnung seines Hofes nicht als bloßer Ort höfischer Repräsentation, sondern als zentrales Instrument monarchischer Herrschaft. Im Mittelpunkt dieser Studie steht deshalb der Monarch selbst: als Gestalter administrativer Strukturen, als oberster Personalentscheider und als Symbol gesellschaftlicher Integration. Auf breiter archivalischer Grundlage wird der Hofstaat als ein sich wandelndes Gefüge sichtbar, das von dynastischer Kontinuität ebenso wie von institutioneller Erneuerung geprägt war und gerade im Zusammenspiel beider Elemente wesentlich zur Stabilisierung der Monarchie im neu geschaffenen Königreich beitrug.