Die Geschichte des S. Fischer Verlags nach 1933 wurde bisher nur lückenhaft erzählt. Wann entschied sich die Familie Fischer zur Emigration? Wie agierte Peter Suhrkamp als Treuhänder des »arisierten« Verlagsteils ab 1936? Wie erging es dem jüdischen Teil im Exil in Wien, Stockholm, New York und Amsterdam? Und was führte schließlich zur Trennung von S. Fischer und Suhrkamp? Siegfried Lokatis und Jan-Pieter Barbian zeichnen anhand von politischen Dokumenten und persönlichen Zeugnissen die Turbulenzen und Intrigen nach und räumen mit jahr-
zehntelang fortgeschriebenen Mythen auf.