Das Denken und das Wägen, das Zweifeln ohne zu verzweifeln sind einige der großen Themen, die Klosinski
in seinem dichterischen Schaffen umtreiben. In seinem Werk findet der Realismus des Naturwissenschaftlers
stets seinen Platz – verbunden mit der Forderung nach dem Maß, der Mitte. Eine klassische Einsicht liegt dahinter.
Denn alles umfasst Klosinski in seinen Miniaturen – Glaube, Liebe, Hoffnung, Tod und Leben: Wie heißt es im
Aphorismus unter der Überschrift „LEBENDIGER ZWEIFEL“?: „Lebendiger ZweifeI / Ist allemal besser / als toter Glaube“.

In Fotografien und Überblendungen überrascht der Bildkünstler mit immer neuen Wendungen und Assoziationen.

Klosinski ist ein lächelnder Künstler und Literat. Er selbst setzt sich die Grenze seines Schaffens zwischen Ernst und
hintergründigem Lächeln über das Leben und seine Tücken.

Am deutlichsten spricht Klosinski dieses Konzept aus, wenn er im Aphorismus „OPFERUNG DER VOLLKOMMENHEIT“
schreibt: „Wer seine Vollkommenheit opfert / Läuft Gefahr / Es noch besser machen zu müssen“.
Christoph Fasel