Wie verstehen Politiker*innen und Lehrer*innen ethnische und religiöse Vielfalt? Auf Grundlage einer qualitativen vertikalen Fallstudie des Ethikunterrichts an Berliner Sekundarschulen argumentiert die Autorin, dass zwei unterschiedliche Logiken der Vielfalt den politischen und pädagogischen Raum beherrschen – eine inklusive und eine exklusive. Diese Logiken prägen die pädagogische Praxis in ethnisch und religiös vielfältigen und nicht vielfältigen Klassenzimmern und führen letztlich zu einer Abwertung und teilweisen Streichung von auf Vielfalt bezogenen Inhalten aus dem Lehrplan, wie die Studie zeigt.