Die Arbeit untersucht die Völkerrechtskonformität der stratosphärischen Aerosolinjektion (SAI) als Geoengineering-Technologie zur Minderung gravierender Klimaschäden, die jedoch selbst mit erheblichen ökologischen Nebenwirkungen verbunden ist. Vor diesem Hintergrund wird analysiert, inwieweit SAI-Forschung und -Einsatz durch bestehende völkerrechtliche Normen reguliert oder begrenzt sind. SAI zielt darauf ab mittels reflektierender Materialien einen »künstlichen Sonnenschirm« in der Stratosphäre zu errichten, um einen weiteren Temperaturanstieg zu verhindern. Die Untersuchung zeigt, dass Völkergewohnheitsrecht und zentrale internationale Abkommen bereits einen engen normativen Rahmen bilden, der den Einsatz von SAI-Technologien erheblich einschränkt.