Kein anderer Gelehrter in der Frühen Neuzeit hat zwei Strömungen seiner Zeit in eine so fruchtbare Synthese verbunden wie Philipp Melanchthon: Humanismus und Reformation. Wie sieht das Erbe dieser Synthese aus? Welche kulturellen Prägekräfte hat sie ausbilden können? Und wie beeinflusste diese Epoche, die in der Forschung als Renaissance- oder auch Späthumanismus bezeichnet wird, Denken und Lebensgefühl der folgenden Jahrhunderte? Die Wirkungsgeschichte des Renaissance-Humanismus verläuft nicht ohne Kritik und Brüche. Die vorliegenden Beiträge beleuchten aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen wie der Theologie, Philosophie, Geschichte, Philologie sowie Literaturwissenschaft dieses Erbe in der europäischen Geschichte.