Der ziellose Gang setzt nicht nur den Körper, sondern vor allem auch das Denken in Bewegung – ein literarischer Topos, den die Essays dieses Bandes neu entfalten, wenn Peter Waterhouse sich Schritt für Schritt spazierend aufmacht, den »geheimnislosen« oder »heldenlosen« Wörtern nachzuspüren. Wörtern wie Tankstelle, Wellblechhütte oder Zaun, die auf Orte einer konzentrierten Absichtslosigkeit, auf Un-Orte und Ausgangspunkte verweisen und so in ihrer Unscheinbarkeit und Diskretion »in alle Richtungen, in alle Wirklichkeit offen« stehen. Mit ihnen im Blick wird der Spaziergang zu einem Sprachspaziergang nicht nur durch reale Landschaften, sondern auch durch Erinnerungen, insbesondere aber durch Texte derjenigen Dichter, die Waterhouse’ eigenes Schreiben von jeher begleiten – Stifter, Goethe, Zanzotto, allen voran jedoch Gerard Manley Hopkins, einem der bedeutendsten britischen Lyriker des 19. Jahrhunderts.