Das autobiografische Buch von Gerhard Hosser zeichnet ein eindrucksvolles persönliches und zugleich zeitgeschichtliches Bild des Lebens in Deutschland zwischen 1927 und etwa 1950. Als 1927 Geborener erlebt Hosser seine Kindheit und Jugend in einer Epoche tiefgreifender Umbrüche, die geprägt ist von der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, den Kriegsjahren selbst sowie den entbehrungsreichen Jahren des Neuanfangs danach.
In einer Sammlung autobiografischer Kurzgeschichten schildert der Autor seine Erinnerungen aus kindlicher und später jugendlicher Perspektive. Besonders lebendig werden dabei die historischen und alltäglichen Ereignisse rund um die Stadt Idar-Oberstein, die nicht nur als geografischer Ort, sondern als emotionaler Mittelpunkt seines Lebens dargestellt wird. Hosser verbindet persönliche Erlebnisse mit geschichtlichen Beobachtungen und vermittelt so ein authentisches Bild des damaligen Alltags, der von Mangel, Hoffnung, Zusammenhalt und Wandel geprägt war.
Ein zentraler Abschnitt des Buches widmet sich dem Aufbau eines neuen Lebens nach dem Krieg. 1950 gründet Gerhard Hosser sein eigenes Fotogeschäft. Ein mutiger Schritt in einer schwierigen Zeit. Dieses Geschäft entwickelt sich über Jahrzehnte hinweg zu einer festen Größe und wird zur wirtschaftlichen Grundlage für mehrere Generationen seiner Familie.
Das Werk versteht sich weniger als chronologische Lebensgeschichte, sondern als einfühlsame Momentaufnahme vergangener Zeiten. Es lädt die Leserinnen und Leser dazu ein, in eine vergangene Welt einzutauchen und das Alltagsleben einer Generation nachzuempfinden, deren Erfahrungen bis heute nachwirken.