Welche Bedeutung hat die Heilige Schrift für Theologie und Kirche? Räumen Protestanten dem biblischen Kanon eine andere Autorität ein als Katholiken? Und wie tragfähig ist der Begriff »Autorität« im Hinblick auf ein schriftliches Offenbarungszeugnis?
Diesen Fragen stellt sich die vom Schweizerischen Nationalfond geförderte Studie, indem sie die Ergebnisse eines mehrjährigen Verständigungsprozesses (»Verbindliches Zeugnis«, 1992–1998) des prominent besetzten »Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen« analysiert und theologiegeschichtlich einordnet.
Aus der ökumenischen Auseinandersetzung entwickelt der Autor ein dialektisches Verständnis von Autorität sowie eine traditionsbewusste, zukunftsweisende und eine im ökumenischen Diskurs gereifte Auffassung von Schriftautorität.