Mit dem „Grand Canal du Nord“ wollte Napoleon Rhein und Schelde verbinden, um sich in Antwerpen Zugang zur Nordsee zu verschaffen. Dazu mussten seine Ingenieure ein System entwickeln, um die Pegelstände im Nordkanal und in der Obererft zu regulieren. 1809 errichteten sie in Neuss ein Wasserkreuzungsbauwerk, das „Epanchoir“. Lange vergessen, dann freigelegt und rekonstruiert, ist das herausragende technische Denkmal seit 2017 wieder zu erleben.
Der Autor Ludger Baten erzählt von den kühnen Plänen der Franzosenzeit und begibt sich auf Spurensuche in Neuss und weit darüber hinaus. Ein Teil der geplanten Trasse lässt sich heute auf der „Fietsallee“ erleben: Dieser Radweg wurde 2002 im Rahmen der internationalen Gartenschau Euroga2002plus eingerichtet und führt bis ins niederländische Nederweert.
Der Neusser Fotograf Thomas Mayer hat dazu interessante Details und Stimmungen eingefangen.